Traditionelles ukrainisches Osterbrot – Paska – wurde in der Bäckerei MAMA1 gebacken

Fotoreportage mit dem frischen Gebäckaroma:

Diesmal hat das Team Verstärkung erhalten. Maria P. beteiligte sich zusammen mit den Frauen, die ständig Sozialhilfe aus dem Projekt beziehen. Die junge Frau hat vier Kinder und häusliche Gewalt erlebt. Nachdem sie sich hilfesuchend an den MARTIN-Klub gewandt hatte, ist sie selbstbewusster und unabhängiger geworden. Sie plant nun die Gründung des Kleinunternehmens und backt professionell mit Begeisterung.

Für Frauen wie Maria ist die Teilnahme am Projekt nicht nur eine Möglichkeit zur Integration, zum Geldverdienen und zur Sozialhilfe, sondern auch eine neue Idee für einen Berufswechsel.

Die Bäckerei MAMA1 ist im Jahr 2016 als gemeinsames Projekt von Julenka e.V und dem Martin-Klub entschtanden.

Im Bereich Donezk – Leben mit starken Einschränkungen

Die Lebenssituation unserer wenigen im Donezker Gebiet verbliebenen Freunde wird immer komplizierter. Durch den unglaublich strengen Winter gab es schreckliche Vereisungen: Fast alle Stromleitungen sind gerissen. 4 Wochen gab es keinen Strom, also âuch kein Licht, Telefon und Internet. Bäume sind gebrochen, umgestürzt.

Die vielen Raketeneinschläge haben die Straßen mittlerweile so sehr geschädigt, dass auch die Shuttle-Busse gestrichen wurden. Sämtliche Wege müssen zu Fuß erledigt werden. Das Grundwasser hat sich neue Wege gesucht – der Brunnen im Hof steht trocken. Das anstehende, ohnehin sehr knappe Leitungswasser ist nicht gereinigt, kann nur zum Waschen genutzt werden. Alles Wasser für´s Kochen und für Tee muss gekauft werden, 3km Fußweg zum Laden. Im Frühjahr müssen Spezialisten gefunden werden, um den Brunnen zu vertiefen, oder sonst wie wieder nutzbar zu machen.

Aber so schwer das Leben ist: Das Haus wird mit Kohle geheizt und ist warm. „Wir arbeiten, die Kinder lernen. Es gibt zwar noch Beschuss, aber er ist viel seltener geworden. Wir wollen einfach nur Frieden, Wärme und Ruhe.“ Zum Neujahr wurde für die Kinder „ein Fest gemacht, so gut ich konnte. Es gab einen Kuchen und Geschenke, wir schmückten die Fenster, zogen Kostüme an. Bitte sagen Sie allen ein herzliches Dankeschön, Ihre Unterstützung hat uns bei allem, was wir getan haben, geholfen.“

Wie unsere Spenden 2023 in Dnipro halfen – 3 Schicksale

Als Olga Ende 2022 aus der russischen Gefangenschaft entlassen wurde, ging es ihr sowohl körperlich als auch psychisch sehr schlecht. Sie erzählte, wie sie in der Gefangenschaft misshandelt worden war: Man zog sie aus, übergoss sie mit kaltem Wasser, schlug ihr auf die Nieren, gab ihr nur sehr wenig zu essen. Sie konnte nicht schlafen, weil in jedem Bett 2 oder 3 Frauen lagen.

Nach ihrer Rückkehr aus der Gefangenschaft lebten Olga und ihre Kinder 1,5 Monate lang in unserem Rukavitschka. Sie erhielten während des gesamten Aufenthaltes Lebensmittel, Waschmittel und Kleidung. (Nach ihrer Ankunft in Dnipro brauchten sie buchstäblich alles, da ihr Haus zerstört worden war.)

Seit fast sechs Monaten hat Olga Bauchschmerzen, aber sie fand nicht die Kraft, zum Arzt zu gehen. Sie hatte Angst vor Berührungen, eine Untersuchung durch eine Ärztin löste bei ihr eine Panikattacke aus, weil sie in russischer Gefangenschaft monatlich von einer Ärztin mit besonderer Grausamkeit untersucht wurde, ihrer Meinung nach Vergewaltigung mit medizinischen Instrumenten.

Wir haben Olga angeboten, sie zum Arzt zu begleiten. Zunächst wurde beschlossen, dass sie den Arzt kennenlernt. Und danach stimmte Olga einer Untersuchung zu, so dass ihr noch am selben Tag eine Behandlung verordnet werden konnte. Wir halfen ihr beim Kauf von Medikamenten – und die Behandlung lief an. Olga fühlt sich bereits viel besser, wurde ruhiger und begann, uns wegen psychologischer Hilfe anzusprechen, um ihre traumatischen Ereignisse zu überstehen und wieder ein qualitativ hochwertigeres Leben führen zu können, soweit es die jetzigen Kriegsbedingungen zulassen.

Betreuung von Kriegs-Waisen, Vermittlung in neue Familien

Es wurden auch 3 Brüder in Rukavitschka aufgenommen, deren Eltern in der Stadt Bakhmut umgekommen waren. Die Jungs waren dort zunächst in der Obhut des alten Großvaters geblieben. Dieser weigerte sich dann jedoch, aus Bakhmut zu fliehen, schickte aber die Kinder weg von den Feindseligkeiten.

Die Hilfe für die Jungs in Rukavitschka dauerte fast ein Jahr. Für die Jüngeren fanden wir eine Pflegefamilie, und wir halfen dem Älteren, eine Arbeit zu finden. Wir konnten ihn auch in einer Unterkunft für Vertriebene in der Stadt unterbringen, damit er leichter zur Arbeit kommen konnte.

(Anmerkung von Julenka: Die Unterkunft für den ältesten Bruder ist ein Haus aus dem Handicap-Projekt, welches wir 2022 initiiert und finanziert hatten und das anschließend von Wostok SOS weitergeführt wurde.)

Fluchthilfe für Obdachlose nach Staudamm-Bruch

Eine Mutter und ihr Kind verließen die Region Cherson, nachdem der Staudamm gesprengt worden war.

Ihr Haus und ihr Hab und Gut wurden zerstört und überflutet, der Vater war im Krieg.

Die Familie lebte drei Monate lang mit voller Unterstützung in Rukavitschka und wurde dann mit unserer Hilfe nach Polen evakuiert.

teilweise übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)