Weihnachtsbrief 2020 vom Martin-Klub

Der Weihnachtsbrief vom Martin Klub gibt Einblick in die Arbeit vor Ort. Insgesamt konnte der Martin Klub im schwierigen und von Corona dominierten Jahr 2020 insgesamt 209 Personen helfen und 70 Personen weiterbilden. 32 Personen (darunter viele Kinder) fanden Sicherheit in der sozialen Einrichtung des Martin Klubs. Auch berichten sie über den wichtigen Kauf des Autos mit dem sie zukünftig die Bäckerei und das Café noch weiter professionalisieren können.

Weihnachtsbrief des Martin Klubs 2020 (englisch)

Sommerlager in Kalinovo vom 30. Juni bis 11. Juli 2018

Julenka e.V. vor Ort (Bericht von Erika)

In einer Telefonkonferenz des Martin-Klubs, an der ich teilnahm, stellte Ira o.g. Projekt vor und bat in der Runde sowohl um finanzielle als auch personelle Unterstützung. Und so übernahm ich spontan die gesamte finanzielle Seite. Gleichzeitig bot ich ihr an, sie auch bei der unmittelbaren Durchführung dieser tollen Möglichkeit, für bedürftige Kinder ein Lager zu gestalten, zur Hand zu gehen. Mit ins Boot holte ich meine Schulfreundin Bärbel Richter. So waren wir dann 5 Erwachsene: Ira und ihre Mutter, Iras Mann Alan, Bärbel und ich.


Es war eine fantastische Zeit. Und das nicht nur für die 17 Kinder im Alter von 4 bis 17Jahren, sondern auch für uns Erwachsene.


Alles begann mit dem Erwarten der Teilnehmer. Während dessen bauten wir die Zelte auf. Zwei davon hatten wir aus Deutschland als Geschenk für den Martin-Klub mitgebracht. Das Wetter hielt. Pünktlich in der Abendsonne eröffnete Ira das Lager. Alle saßen wir im Freien, machten uns bekannt, sangen und tanzten gemeinsam. Nachdem die Kinder ihre Zelte bezogen hatten, gab es Salat zum Abendbrot und , wie kann es anders sein, ein zünftiges Lagerfeuer mit Kartoffelspießen, Wörter raten und natürlich singen zu Gitarrenklängen von Alan. Stimmungsvoll!


Das Programm für die Tage sah u.a. vor:- Feiertag der Sommersonnenwende begehen mit slawische Reigentänze, Bewegungsspiele, Praktika für Geist und Seele, flechten auf Täfelchen (?)- Rohrkolben  und ihre vielfältige Verwendung kennen lernen – Herstellung von Ökoprodukten unter häuslichen Bedingungen (z.B. Kunstwerke aus leeren Flaschen herstellen, Mandalas aus Wollresten und Holzspießen flechten)- Blumenkränze winden und Schiffchen bauen, um Wünsche auf dem Wasserweg (Es gab einen Bach am Ende Der Lagerwiese) zu verschicken- Iwan-Teezubereitung von a-z, aber auch das Sammeln von Heilkräutern für Teekompositionen – Veredelung(/Bearbeitung?) der Ökofläche „kalinovy Most“- aktive Erholung an der Oskolsker Talsperre- Morgensport (morgendliche energetische Übungen) und Liederabende.Und alles auf kindgemäße Art und Weise, sehr wohl die verschiedenen Altersstufen berücksichtigend.Natürlich gab es auch für jeden Tag 2 Verantwortliche fürs Tischdecken, Abwaschen, eben für die absolut notwendigen Dinge, die Voraussetzung sind für einen guten Tag in der Gemeinschaft. 


Es war ein sehr gelungenes Ereignis mit all seinen Höhen und Tiefen. Als dann alle wieder abgefahren waren, genossen wir Erwachsene es, einen ganzen Tag lang nur unter uns zu sein. Mit vielen dankbaren Momenten und insgesamt einem guten Gefühl ging es wieder zurück nach Deutschland. 

Neues Kuchenprojekt gestartet


Aljona durchlebte zahlreiche Schicksalsschläge. Zusammen mit ihrem vierjährigen Sohn fand die alleinerziehende Mutter im Martin-Klub ein Dach über dem Kopf und eine Ausbildung zum Koch und Konditor. Das Foto zeigt sie stolz mit Ihrem Köchinnen & Konditor – Diplom, das sie am 02.10.2017 erhielt.

Ihr Projekt „Hausgemachtes“, vertrieben über Mundpropaganda und soziale Netzwerke, wird bereits stark nachgefragt. Liebevoll verpackte Kuchen werden in und um Dnipropetrowsk verkauft. Mehrere neue Arbeitsplätze werden dadurch geschaffen: neben Aljonas Arbeitsplatz außerdem in der Koordination, Vermarktung und Lieferung. Es sind vor allem Arbeitsplätze für junge Menschen, die einige Krisen im Leben erfuhren und im Martin-Klub „strandeten“. Junge Menschen, die viel Ermutigung und Bestätigung brauchen, um ihre Talente (wieder) zu entdecken. Wir danken allen Unterstützern, die dem Aufruf in unserem Weihnachtsrundbrief folgten und spendeten. Nun können zwei Backöfen sowie weitere notwendige Geräte im Wert von 800 € angeschafft werden, um dieses nachhaltige Projekt zeitnah voranzubringen.

Kinderdorf in Chanschonkowo (Ostukraine)

Acht Bewohner werden aktuell durch eine Sozialarbeiterin betreut. Sie leben alle ausschließlich von unserer Unterstützung. Die im Donbass verbliebenen Menschen haben es sehr viel schwerer in jeder Hinsicht. Julenka e.V. finanziert das monatliche Gehalt der Sozialarbeiterin sowie Materialien in Höhe von insgesamt 200€. Hier besteht selbst für kleinste regelmäßige Spenden stets Bedarf. Wir sind froh, dass wir trotz der ungünstigen politischen Situation mit diesem Projekt helfen können und hoffen, dass sich für die Menschen dort bald bessere Zukunftsperspektiven auftun.

Um den Martin-Klub und seine zu Betreuenden in Ihrer Selbständigkeit kontinuierlich zu unterstützen, bedarf es weiterhin diverser Spenden. Wir als Julenka e.V. versichern Ihnen, dass jeder gespendete Cent dem Martin-Klub und den darin betreuten Menschen zu 100% zu Gute kommt. Mit jeder Spende, sei sie einmalig oder kontinuierlich, ermöglichen Sie benachteiligten Menschen, speziell Kindern in der Ukraine, eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben.